Yayladere (kurdisch Xorxol) ist eine Stadt und ein Landkreis der türkischen Provinz Bingöl.
Der Landkreis hat eine Fläche von 430 km² und grenzt im Westen an Tunceli und im Süden an Elazığ. Der Fluss Peri Çayı bildet dabei die natürliche Grenze zu Elazığ. Das Gebiet liegt etwa 1.600 m über dem Meeresspiegel. Die Berge werden bis zu 2.800 m hoch. Die beiden größten sind der Sülbüs/Selbuz (2.884 m) und Sultan Mehmet/Taru.
Der Landkreis Yayladere hat eine Bevölkerung von 2144 Menschen (2013). Mit 1089 leben etwas mehr als die Hälfte der Bewohner in der Kreisstadt selbst. In dem Landkreis leben auch viele Aleviten. Viele der 100 Dörfer stehen leer, weil die Bevölkerung während des Konfliktes der PKK mit dem Staat vertrieben worden ist. Die meisten leben in den Großstädten wie Istanbul.
In Yayladere siedelten neben den Hurritern auch die Urartäer, die Meder, die Perser und die Römer. Nach dem Einsickern der Turkvölker im 11. Jahrhundert, fiel Yayladere 1071 mit der Niederlage der Byzantiner gegen die Seldschuken an die Turkmenen. 1080–1201 herrschte hier die lokale Dynastie der Saltukiden. Der Turkmene Uzun Hasan herrschte hier bis 1473. 1514 fiel Yayladere an die Osmanen. Seit 1923 gehört Yayladere zur türkischen Republik. Der alte Name Xolxol wurde 1959, wie alle alten kurdischen und armenischen Dorf- und Flurnamen durch türkische Namen ersetzt. 1987 wurde Yayladere in den Rang eines Landkreises erhoben.