Eleşkirt

Eleşkirt (kurdisch: Zêtka) ist eine Stadt und ein Landkreis in der türkischen Provinz Ağrı.

Etymologie

Der Name Eleşkirt ist die türkisierte Version des armenischen Alaschkert (armenisch Ալաշկերտ) und bezeichnet eine Ebene. Im Mittelalter war die Stadt als Vaghaschkert (armenisch Վաղաշկերտ) bekannt. Dieser Name wurde bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen. Im kurdischen Sprachgebrauch lautet der Name Zêtka/Zêtkan.

Geschichte

Urartu und Antike

Die Stadt Eleşkirt hat eine lange Geschichte. In der Eisenzeit lebten hier die Urartäer. Die Dörfer Pirabat sowie Toprakkale sind Gründungen der Urartäer. Der urartäische König Menua errichtete eine Stele in Yazılıtaş (HChI Nr. 23), die von seinem Sieg über Diauehe berichtet. Nachdem die Urartäer die Kontrolle über dieses Gebiet verloren, eroberten es die Meder. Den Medern folgten die Perser, Makedonen, Römer und Byzantiner.

Mittelalter

Im Mittelalter war Eleşkirt Teil mehrerer türkischer und mongolischer Reiche und Fürstentümer. Zu nennen wären die Saltukiden, die Ahlatschahs, die Ilchane, die Timuriden, die Aq Qoyunlu, die Qara Qoyunlu, die Safawiden und die Osmanen.

Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht zu einem großen Teil aus Kurden und einer geringen Anzahl von Türken.

Gliederung

Im Landkreis Eleşkirt liegen außer der Stadt Eleşkirt drei weitere Kleinstädte (Belde) Tahir, Yayladüzü und Yücekapı. Außerdem liegen noch 61 Dörfer im Landkreis.

Geographie

Der Landkreis liegt im Nordwesten der Provinz und grenzt an die Provinzen Kars und Erzurum. Es gibt mehrere Berge, die an die 3000 m hoch sind. Der höchste Berg ist der Köse Dağ mit 3433 m im Norden des Landkreises. Daneben gibt es das Mirgemir-Gebirge mit den Gipfeln Tekir und Mizrak.

Sehenswürdigkeiten

  • Wasserfall von Eleşkirt (Esentepe-Wasserfall)