Bergama

Bergama (lateinisch Pergamum, griechisch Pergamon) ist eine Kreisstadt der Provinz Izmir nahe der Westküste Kleinasiens in der heutigen Türkei. Nach einer Gebietsreform ist die Stadt einwohner- und flächenmäßig identisch mit dem Landkreis. In der Antike befand sich hier die Stadt Pergamon, im Hellenismus die Hauptstadt des Reichs der Attaliden, das sich über große Teile des westlichen Kleinasiens erstreckte. Deren Ruinen sind Forschungsgegenstand von Ausgrabungen des Deutschen Archäologischen Instituts. Am nordöstlichen Stadtrand, östlich des Burgbergs (Akropolis), befindet sich die Kestel-Talsperre.

Geschichte

Zur Geschichte im Altertum und zur Grabungsgeschichte siehe den Artikel Pergamon.

Nachdem um 1300 die Türken in Kleinasien eingewandert waren, gehörte Bergama zum Beylik Karesi. Als die Osmanen unter Sultan Orhan I. das Beylik annektierten, wurde die Stadt zum Gerichtsbezirk (kaza) des Sandschaks Khudāwendigār (Bursa) im Eyâlet Anatolien, später des Sandschaks İzmir im Vilâyet von Aydın. In den Jahren 1919–1923 wurde Bergama von griechischen Truppen besetzt. Im Zuge des Bevölkerungsaustauschs nach dem Vertrag von Lausanne verlor die Stadt ihre griechischen Einwohner und wurde von umgesiedelten Türken aus Griechenland besiedelt. Im Jahr 1950 wurde die Bevölkerungszahl mit 16.500 angegeben.

Städtepartnerschaften

Trajan-Tempel in Pergamon

Kunsthandwerk

Im Kreis werden Teppiche gewebt, die auch den Ortsnamen tragen:

  • Yağcıbedir
  • Kazdağı
  • Yuntdağı
  • Yüncü Karakeçili
  • Kozak

Einige ältere Exemplare sind vor Ort im staatlichen Archäologischen Museum ausgestellt.