Menemen (Izmir)

Taşhan Karawanserei

Menemen ist eine Stadt und ein Landkreis in der türkischen Provinz Izmir und gleichzeitig ein Stadtbezirk der Büyükşehir Belediyesi (Großstadtkommune) Izmir. Nach einer Gebietsreform ist die Stadt einwohner- und flächenmäßig identisch mit dem Landkreis. Die Stadt liegt etwa 20 Kilometer nordwestlich vom Zentrum der Provinzhauptstadt Izmir.

Der Landkreis liegt im nördlichen Zentrum der Provinz. Er grenzt im Nordwesten an Foça und Aliağa, im Osten an die Provinz Manisa und im Süden an Bornova, Karşıyaka und Çiğli. Die westliche Grenze bildet die Küste zum Golf von Izmir (İzmir Körfezi). Dort liegen große Salzabbauflächen, in denen zahlreiche Vögel, vor allem Flamingos brüten. Das Gebiet wird Vogelparadies (İzmir Kuş Cenneti) genannt und zieht sich nach Südosten bis in den Landkreis Çiğli. Die Stadt Menemen liegt am linken Ufer des Flusses Gediz.

Geschichte

Menemen wird erstmals im 13. oder 14. Jahrhundert von Georgios Pachymeres erwähnt, der schreibt, dass die Tourkoi in das Mainomenou kampos gezogen seien, was Aschikpaschazade in seinem Geschichtswerk mit Menemen Owasi, also Ebene von Menemen, übersetzt. Das Gebiet war unter saruchanidischer Herrschaft, bis es in der Regierungszeit von Sultan Murad I. (1319–1389) zum Osmanischen Reich kam. Bis zum Bevölkerungsaustausch nach dem Vertrag von Lausanne von 1923 lebten in der Stadt mehrheitlich Griechen (4.683 Griechen, 3.606 Muslime), während im Bezirk die Muslime in der Überzahl waren (17.261 Muslime, 7.195 Griechen).

In der Republik bekannt wurde der Ort, als hier der türkische Lehrer und Reserveoffizier Mustafa Fehmi Kubilay von islamischen Fanatikern ermordet wurde, was als Kubilay-Ereignis oder Menemen-Ereignis im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft verblieb.

Sehenswürdigkeiten

Im Stadtgebiet von Menemen liegt der osmanische Komplex um die Karawanserei Taşhan aus dem 16./17. Jahrhundert mit Bedesten, Grabbauten und zwei Moscheen.

Auch eine Statue zum Gedenken an Mustafa Fehmi Kubilay steht hier.